Dossier des Grauens


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Ein Uno-Bericht belastet einen mutmalichen Massaker-Drahtzieher aus dem Kongo schwer. Der 46-Jhrige lebte jahrelang in Mannheim und hat offenbar von Deutschland aus Milizen in der Heimat gesteuert. Der Report gibt einen tiefen Einblick in Strukturen der FDLR – und ihre Brutalitt im Krieg um Rohstoffe.

Das Gesicht von jugendlicher Frische, die Stimme eher leise, und privat ein liebevoller Familienvater, der seinen fnfjhrigen Sohn ins Schwimmbad oder auf den Spielplatz begleitete: So sahen Freunde und Nachbarn Ignace Murwanashyaka. Der 46-jhrige Ruander hatte im Rheinland studiert, spter Asyl beantragt und sich in Mannheim niedergelassen.

Ermittler der Vereinten Nationen zeichnen nach akribischen, weltweiten Recherchen ber die Gruel im Kongo und das weit reichende Netzwerk der Tter jetzt ein etwas anderes Bild des glubigen Christen. Ihr Bericht, den sie krzlich vertraulich dem Uno-Sicherheitsrat vorgelegt haben, ist ein Dokument des Grauens.

Sie beschreiben Murwanashyaka als einen der zentralen Kpfe, verantwortlich fr zahllose Verbrechen im stlichen Kongo. Als Prsident der FDLR, der “Demokratischen Krfte fr die Befreiung Ruandas”, sei er zusammen mit seinem Vize Straton Musoni, 48, mageblich verantwortlich fr das Leid in der Region. Musoni hat sich ebenfalls in Deutschland niedergelassen.

Die deutschen Behrden ahnten wohl, was der Report enthalten wrde. Nach langem Zuwarten verhafteten sie Murwanashyaka und Musoni wenige Tage, bevor der Bericht den Sicherheitsrat erreichte.

“Ich wei genau, was passiert”

Es scheint hchste Zeit, denn seit Jahren wird vermutet, dass Murwanashyaka von Deutschland aus die Fden zieht, dass er Waffen und Geld organisiert, dass er Uno-Sanktionen unterluft und in stetem engen Kontakt mit seinen Kommandeuren im kongolesischen Busch steht. Er selbst hatte sich ffentlich gerhmt, einer der entscheidenden Kpfe der FDLR zu sein: “Ich wei genau, was passiert.”

Die FDLR ist eine Ansammlung versprengter Hutu aus Ruanda, die sich nach dem Vlkermord 1994 in den Kongo abgesetzt haben. Vor allem aber trgt die Miliz mit ihren bis zu 6000 Kmpfern mageblich dazu bei, dass der eigentlich reich gesegnete Osten des Kongo zu einer der elendsten Regionen der Erde verkommen ist. Millionen Menschen sind in den vergangenen 15 Jahren gestorben und vertrieben worden, Hunderttausende von Frauen wurden vergewaltigt, Zigtausende von Kindern an die Gewehre gezwungen.

Der Report gibt einen tiefen Einblick in die Strukturen der FDLR. Beeindruckend ist vor allem das internationale Netzwerk. Innerhalb eines knappen Jahres, so der Bericht, telefonierten FDLR-Generle aus dem Kongo in 25 afrikanische und westeuropische Lndern, auch nach Kanada und in die USA. Die zentralen Kommandos lieen sie sich nach Ansicht der Ermittler jedoch jeweils aus Frankreich und Deutschland erteilen.

SMS vor dem Massaker?

Dem nun verhafteten Murwanashyaka wirft der Report mehrere sehr konkrete Tatbezge vor. Darunter jene vom 10. Mai dieses Jahres, als seine FDLR im 15.000-Einwohner-Stdtchen Busurungi in Nord-Kivu mindestens 60 Zivilisten umbrachte, vermutlich sogar einige Dutzend mehr. Einen Tag vor dem Massaker erhielt Murwanashyaka demnach vier Textnachrichten von zwei Satellitengerten, die im unmittelbaren Umfeld seines Oberkommandierenden im Einsatz waren. Auf die letzte Nachricht soll er nur Sekunden spter geantwortet haben. Eine weitere SMS erhielt er laut Bericht nahezu zeitgleich mit dem Ende des Massakers.

Das alles legt nahe, so heit es in dem Bericht, “dass Herr Murwanashyaka zumindest ber die Vorbereitung des Angriffs informiert gewesen sein muss und er direkt an dem Befehl zum Angriff beteiligt gewesen sein knnte”.

Der Anwalt von Ignace Murwanashyaka, Steffen Gallas aus Mannheim, weist auch diese neuerlichen Vorwrfe zurck. “Mein Mandant wird diesen Vorwrfen inhaltlich entgegentreten.”

Insgesamt wollen die Ermittler innerhalb eines knappen Jahres mehr als 240 Telefonate zwischen dem FDLR-Boss und seinen Kommandeuren im Kongo registriert haben.

Anhand von berweisungskopien meinen die Uno-Rechercheure zudem nachweisen zu knnen, dass Murwanashyaka offensichtlich eine Reihe von Helfern in Deutschland hatte. Er selbst kann ber Banken keine berweisungen mehr ins Ausland vornehmen, seit er 2005 auf die EU-Embargo-Liste geriet. Umso fleiiger sollen andere gewesen sein, etwa die Ehefrau seines Kompagnons Musoni. Die Ermittler sind sich sicher: Auf ihren Namen wurde im Kongo Geld einbezahlt, in der Regel in bar ber die weltweit agierende Transfergesellschaft Western Union. Damit beglich die FDLR teure Telefonrechnungen, aber auch Behandlungskosten fr erkrankte oder verletzte FDLR-Kommandeure.

Umgekehrt fiel den Uno-Leuten offenbar eine Vielzahl von Belegen fr berweisungen von Deutschland in den Kongo in die Hnde.

Die Ehefrau von Straton Musoni ist angesichts der Vorwrfe schockiert. Die Deutsche lebt schon seit lngerer Zeit getrennt von ihrem Mann, das Scheidungsverfahren luft, sie kommunizieren vorwiegend ber ihre Anwlte.

Doch seit seiner Verhaftung ist ihr brgerliches Leben im beschaulichen schwbischen Neuffen vllig auf den Kopf gestellt. Reporter bedrngen die gemeinsamen Kinder, stndig klingelt das Telefon. Sie fragt sich heute, wer dieser Straton Musoni eigentlich wirklich ist, mit dem sie einst eine Familie grndete, mit dem sie verheiratet war. “Ich wusste zwar, dass mein Noch-Ehemann politisch ttig war, aber er hat alles stets nur im besten Licht dargestellt. Ich persnlich hatte doch berhaupt nichts mit seinen politischen Aktivitten zu tun”, erklrt sie.

Sie habe keine berweisungen, wie im dem Bericht aufgelistet, durchgefhrt, erklrt Frau Musoni dem SPIEGEL. Sie sagt: “Ich kann mich nur daran erinnern, dass wir einmal knapp 150 Euro per Western Union nach Afrika geschickt haben. Ich habe meinen Mann gefragt, wofr das Geld denn bestimmt sei, und er sagte nur, er wolle einfach jemandem helfen, der gerade in Geldnot sei.”

Der Anwalt von Straton Musoni wollte am vergangenen Freitag zu den Vorwrfen keine Stellungnahme abgeben.

Kritik an deutscher Justiz

Dies war alles bekannt, dennoch fiel den deutschen Behrden das Zuschauen offenbar leichter als das Zuschlagen. So geizt der Report auch nicht mit Vorhaltungen gegen die deutsche Justiz. Auf die Bitte der Uno-Experten nach Kopien des Schriftverkehrs aus Murwanashyakas gesperrtem E-Mail-Account gab es aus Deutschland keine Antwort. Auf die Bitte der berprfung von Geldtransfers aus dem Kongo nach Deutschland gab es ebenfalls keine Antwort. Und die Deutschen versagten ihre Hilfe offenbar auch der Bitte, bestimmte Telefonnummern in Deutschland zu identifizieren, von denen aus regelmig Satellitentelefone im Kongo angewhlt wurden.

Gesponsert wurden die Verbrecher erstaunlicherweise aber auch von staatlichen und kirchlichen Einrichtungen in Europa. So lie etwa die Regierung der Balearen jetzt ber Mittelsmnner der FDLR “regelmige finanzielle, logistische und politische Untersttzung” zukommen, und auch Mitglieder der katholischen Kirche in Italien, so die Ermittler, halfen finanziell und logistisch aus. Ein italienischer Missionar im Ost-Kongo reichte in Europa gesammeltes Geld an die Miliz weiter.

Letztlich erklrt der Report auch, warum es im Kongo auf absehbare Zeit wohl keinen Frieden geben wird: Es gibt zu viele Akteure, die von dem Reichtum der Region und der umfassenden Anarchie profitieren. Spitzengenerle der kongolesischen Armee zweigen Waffen an die FDLR ab, anstatt sie zu bekmpfen. Milizen und regulre Soldaten sichern die Minen und erheben Abgaben auf den Transport, teilweise sind Minister in Kinshasa beteiligt, zwischen Goma, Kampala, Bujumbura und Dubai machen Hunderte von Hndlern mit Kongo-Gold ihren Schnitt, in Russland und der Ukraine sorgen Waffenfirmen fr Nachschub, und selbst arrivierte Fluglinien wie Emirates oder Kenya Airways, so der Bericht, profitieren von dem Raubbau im Kongo. Allein an Gold wird jhrlich Ware im Wert von rund 1,2 Milliarden Dollar aus dem Kongo herausgeschmuggelt. Und es gibt viele Rohstoffe in der Region.

So hat auch die FDLR bisher allen Versuchen, ihren Radius einzuengen, erfolgreich widerstanden. Eine militrische Offensive zu Beginn des Jahres durch die kongolesischen Regierungstruppen und den Verlust von rund tausend Kmpfern, die die Waffen niederlegten, parierte die Truppe ohne grere Schwierigkeiten, indem sie ihr Aktionsgebiet verlegte und in Flchtlingslagern neue Anhnger rekrutierte.

Der Rat der Ermittler ist jedenfalls eindeutig: “Aushebeln lsst sich das FDLR-Netzwerk durch eine gemeinsame und kohrente Vorgehensweise all der Staaten, die fr die FDLR als Rckzugsgebiet dienen.”

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Dec 4th, 2009 | Posted in Uncategorized
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Hochfrequenz-Singen, Turbinen-Sirren, Vollgas-Surren � die neue Elektroautowelt wird anders klingen als das gewohnte Brumm-Brll-Rhr klassischer Verbrennungsmotoren. Bei langsamer Fahrt sind Elektro-Pkw fast gar nicht mehr zu hren. Drfen Autos so leise sPrsentation des Kleinwagens auf der IAA fuhr VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg mit dem quietschgelb lackierten Auto auf die Bhne � und lie den Motor brllen. Das war eine Showeinlage, doch es wird ernsthaft darbePeking � Ausstrmendes Gas hat three stone diamond ring diamond engagement ring platinum engagement rings shoptel white gold wedding ring new moon necklace diamond earring diamond heart pendant gold earrings platinum earring telefoane china heart diamond necklace Twilight necklace engagement rings diamond wedding ring new moon pendant heart necklace Twilight heart necklace women wedding rings white gold earrings yellow gold wedding ring white gold engagement ring Twilight necklace three diamond ring white gold earring men wedding ringnach Angaben der Rettungskrfte die Explosion verursacht, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Nach staatlichen Medienberichten knnte die Opferzahl weiter steigen, weil zunchst noch ber 60 Bergleute in Hunderten Metern Tiefe unter Tage eingeschlossen waren. Der Verein erklrte auf